Optimierung von Habitaten der Zielarten und FFH-Lebensraumtypen
Für das Projekt werden bestehende und neu entstehende Lebensräume gezielt verbessert, um geeignete Habitate für die Zielarten sowie für FFH-Lebensraumtypen zu schaffen. Insgesamt sollen auf rund 120 Hektar strukturreiche, extensiv genutzte Feucht- und Nassgrünländer sowie lichte Auenwälder entwickelt oder optimiert werden.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Auflichtung von Auenwäldern. Lichte, strukturreiche Auenwälder mit unterschiedlich alten Gehölzen und einem Mosaik aus offenen und dichteren Bereichen gelten als besonders wertvoller Lebensraum. Da solche Waldtypen in der Region selten geworden sind, werden ausgewählte Auwälder durch die gezielte Entnahme einzelner Bäume oder Gehölzgruppen aufgehellt. Die Arbeiten erfolgen schonend in Handarbeit, wobei die entnommenen Bäume bodenschonend aus dem Wald gebracht werden


Ein weiterer zentraler Baustein ist die Förderung von Falternahrungspflanzen. Dafür werden verschiedene Methoden eingesetzt, darunter das Pflanzen, die Aussaat, die Anzucht aus gesammelten Samen sowie die Übertragung von Mahdgut aus geeigneten Spenderflächen. Ziel ist es, die Pflanzen zunächst in kleineren, artenreichen Teilflächen einzubringen, von denen aus sie sich selbstständig weiter ausbreiten können. Diese Vorgehensweise hat sich bereits in anderen Naturschutzprojekten bewährt.
Zusätzlich wird die natürliche Hydrologie der Auen wiederhergestellt. Durch das Verschließen von Entwässerungsgräben und Drainagen sowie durch die Wiederanbindung von Fließgewässern an ihre Auen werden zeitweise Überflutungen ermöglicht. Dadurch können sich langfristig typische Feuchtlebensräume wie Auenwälder, Feucht- und Nasswiesen sowie Hochstaudenfluren entwickeln


Ergänzend werden Hecken und Bäume gepflanzt, um die Lebensräume weiter zu strukturieren. Diese Gehölze dienen als Windschutz, bieten Rückzugs- und Ruheplätze und tragen dazu bei, Kaltluft in geeigneten Bereichen zu halten.
Die Maßnahmen werden auf Flächen umgesetzt, die im Rahmen eines Vernetzungskonzeptes identifiziert wurden. Dazu gehören sowohl Schutzgebiete als auch verbindende Trittsteinbiotope und Korridore.